© Tobias Klich

Musik für Susanna

für Pansori und Elektronik (2025) , 25 min.
Eine Auftragskomposition von multiphon e.V. für das Projekt „Pansori Prismen
unter anderem gefördert von der National Culture and Arts Foundation

»Musik für Susanna« basiert auf einer biblischen Erzählung (Daniel 13:1-27) sowie der Auseinandersetzung mit dem Gemälde »Susanna und die beiden Alten« von Rembrandt van Rijn. Susanna, als Ehefrau eines reichen Mannes, wurde begehrt von zwei Hausgästen und schließlich gezwungen, sich mit sexueller Belästigung sowie menschlicher Unterdrückung zu konfrontieren.

Pansori heißt wörtlich Gesang (Sori) auf öffentlichem Platz (Pan). Es besteht aus Gosu (Trommelspieler*in), Chang (Erzähler*in) und (!) dem Publikum. In der Aufführungspraxis wird die Geschichtenerzählung konkret durch das sogenannte „Chuimsae“, einer bestimmten Form des Ausrufs, der sowohl vom Trommelspieler, als auch aus dem Publikum kommen kann, kommentiert und begleitet.

In der Musik wird das Publikum mit vier Fragen konfrontiert: Wer ist Susanna? Was macht Susanna? Wie spricht Susanna? Was empfindet Susanna? Das Publikum wird dabei ermutigt, die Fragen aus der Perspektive Susannas heraus mitzudenken. Das Erlebnis der Susanna ist leider kein Einzelfall und auch nicht Vergangenheit – mit dem direkten Blick zum Betrachter stellt Rembrandts Susanna auch eine Frage an uns in der Gegenwart.

Fotos © Helge Krückeberg (1-3), Kiana Baziar (4-8); Kulturzentrum Faust Hannover, Plantage 13 Bremen

Aufführung

29.11.2025 | Plantage 13 Bremen | Konzert im Rahmen des tritonus Festivals 2025 »Younghi Pagh-Paan 80«
25.11.2025 | Pina Bausch Theater, Folkwang Universität der Künste Essen
22.11.2025 |
Kulturzentrum Faust Hannover | Konzert im Rahmen des Musik 21 Festivals »Fremde« |
Pansori Prismen – Vier neue Blicke auf koreanisches Pansori
Soohyun Moon (Pansori Gesang), Sori Choi (Buk), CHEN Chengwen (Elektronik)